May 12th, 2007 by admin
Unruhige Zeiten für Europas Immobilienmärkte
08. Mai 2007
An Amerikas Häusermarkt läuft eine scharfe Korrektur, der deutsche Immobilienmarkt dagegen holt gerade erst Schwung. In Spanien ist die Situation wiederum kritisch, hier warnen Experten vor einer platzenden Blase. Die Immobilienmärkte, so scheint es, haben herzlich wenig miteinander zu tun. Das passt zur Beobachtung, dass vor allem die Lage über den Wert eines Hauses und Grundstücks entscheidet.
Doch die Entwicklungen an den Immobilienmärkten sind nicht so unabhängig, wie mancher meinen könnte, betont Thomas Mayer, Chefvolkswirt Europa bei der Deutschen Bank in London, in einer Studie. EZB könnte langsamer reagieren als die Fed
Korrekturen am Immobilienmarkt, wie sie derzeit in den Vereinigten Staaten zu beobachten seien, würden von früheren Überbewertungen und verschärften Finanzierungsbedingungen begünstigt. Diese beiden Bedingungen seien in Europa erfüllt. Weil die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinszügel später als die Fed in Amerika anzog, könnten die Auswirkungen auf die Immobilienmärkte aber später zu sehen sein als in den Vereinigten Staaten.
Mayer vermutet, dass eine Korrektur in Europa noch heftiger ausfallen könnte als in Amerika, weil die EZB langsamer auf Marktentwicklungen reagieren könnte als die Fed. Dies gelte vor allem für den Fall, dass nur ein Markt betroffen sei - aktuell zum Beispiel Spanien. Erst wenn es auch auf Märkten wie Frankreich oder Italien zu Problemen komme, sei mit einer Reaktion der EZB zu rechnen.
Europäische Immobilien sind nicht billiger
Gemessen am Verhältnis von Immobilienpreisen zu Einkommen seien amerikanische Immobilien im vierten Quartal 2006 34 Prozent teurer gewesen als im Jahr 2000, geht aus den Berechnungen der Deutschen Bank hervor. In Großbritannien betrug der Aufschlag sogar 45 Prozent. In Deutschland dagegen ist das Verhältnis auf 84 Prozent des Wertes von 2000 gesunken, in Japan auf 77 Prozent.
In Euroland ohne Deutschland liegt das Verhältnis von Immobilienpreisen zu Einkommen 42 Prozent über dem Wert aus dem Jahr 2000 - gemessen an dieser Zahl ist die Bewertung der Immobilien in Euroland also genauso hoch wie in Großbritannien oder den Vereinigten Staaten. Als besonders teuer dürfen mit einem Aufschlag von 62 Prozent die spanischen Immobilen gelten.
Europa hinkt hinterher
Mayer konnte gemessen an der realen Entwicklung der Hauspreise in der Vergangenheit hohe Korrelationen der europäischen Immobilienmärkte mit dem amerikanischen ausmachen. Ausnahmen sind wiederum Deutschland und Japan. Das erklärt der Volkswirt mit Besonderheiten dieser Märkte. Für Deutschland verweist er etwa auf die Wiedervereinigung und die darauf folgenden Überinvestitionen: 1994 erreichten die Häuserpreise einen Höhepunkt, danach ging es bis zuletzt bergab.
Deutschlands Immobilienmarkt darf in Europa also als Ausnahme gelten. Für die anderen Märkte ist zwar keine Panik angebracht. Aber die Studie der Deutschen Bank macht deutlich, dass der europäische Immobilienmarkt sich nicht so leicht von der Entwicklung in Amerika abkoppeln kann, wie manche das glauben machen wollen. Oft genug ist ein Trend zuerst in den Vereinigten Staaten zu beobachten, Europa hinkt hinterher.
- Posted in Europe general
May 22nd, 2007 at 6:22 pm
Die teuerste Wohnungen in Europa liegen in London und Madrid
Ob Sie nun eine Immobilie suchen, um auf Spanien jedes Jahr Urlaub machen zu können oder einfach weil Sie nach Spanien auswandern wollen. Die Suche von Deutschland aus ist immer schwierig, da man das Objekt leider nicht sehen kann. Da hilft meist nur der Gang zu seriösen Immobilienmaklern, die vor Ort das passende Objekt aussuchen oder aber man organisiert sich von Deutschland aus mehrere Besichtigungstermine, die man auf eine Woche legt und reist dann nach Spanien. Noch besser wäre es, wenn man direkt vor Ort bereits eine Arbeit und eine Bleibe hat. So könnte man in Ruhe nach dem besten Häuschen suchen.
Wer erst einmal im Kopf durchspielen möchten, wie es wäre in Spanien zu leben und sich einfach mal einen Eindruck verschaffen wollen, welche Immobilien in Spanien angeboten werden, der geht zu einem der großen Onlineanbieter in Spanien wie www.inmo.com
Klar findet man auch in Spanien exklusive und teuere Wohnungen. Kürzlich haben die drei großen Immobilienanbieter die teuerste Wohnung von Europa ermittelt (Quelle: Immobilien Scout GmbH. 08.03.2007). Unangefochten weit vorne liegt eine Wohnung in London, die stolze 8 Millionen Euro kostet. Dicht gefolgt von einem Wohnobjekt in Madrid, das man für 5,4 Millionen Euro erwerben kann. Im Distrikt Chamberí gelegen, hat man von diesem einen Blick auf den Paseo de la Castellana. Das Objekt ist 600 m² groß und besitzt jeweils fünf Bäder und Schlafzimmer. Hinzu kommt eine herrliche Terrasse. Ebenfalls in Spanien findet man in Barcelona eine nicht weniger teure Wohnung. Die 640 m² befinden sich im Stadtteil Sant Gervasi und verfügt über acht Schlafzimmer und sechs Bäder. Insgesamt ist sie mit 4,25 Millionen um einiges günstiger, zählt aber im internationalen Vergleich immer noch mit zu den Top-Wohnungen.
Die teuerste deutsche Wohnung ist mit ca. 4 Millionen Euro im Vergleich eigentlich günstig. Die in München gelegene Wohnung verfügt aber nur über 370 m², auf denen sich acht Zimmer verteilen müssen. Außerdem fehlen allen Spanienliebhabern hier wahrscheinlich vor allem das spanische Flair und die spanischen Sonnenstunden. Wer jedoch bereit ist so viel Geld für eine Wohnung auszugeben, der bekommt in Spanien wundervolle Villen mit allem Drum und Dran und mit Meerblick.